Drei Jahre hat Claire Lynche gebraucht ihr neues Album zu produzieren, aber das Warten auf „Whatcha Gonna Do“ hat sich gelohnt. So sollte akustische Musik klingen; klingt sie letztlich auch, hat man diese Musiker zur Seite: Jim Hurst (Gitarre, Banjo) Mark Schatz (Bass, Banjo) und Jason Thomas (Mandoline, Geige), produziert hat Lynch selber und als Gast hat sie sich Jesse Winchester ins Studio geholt.
Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher Leichtigkeit Claire Lynch zwischen Country, Pop und Bluegrass wechselt, wie sie das scheinbar nicht mischbare doch miteinander verschmelzen lässt. Dies dürfte auch ihr großes Geheimnis sein. Allerdings hatte sie auch genug Zeit zum Üben. 1973 debütierte sie mit der Band „Hickory Wind“. Inzwischen ist sie mehrfach ausgezeichnet (IBMA) und es würde mich wundern, sollte sie für dieses Album nicht wenigstens einen Preis bekommen wird.
„Whatcha Gonna Do“ ist abwechslungsreich und typisch Lynch. Ihre Stimme hält, was die Songs versprechen und ihre Band ist in jeder Sekunde absolut präsent. Sie hat ihre Lektionen gelernt und manch junger Künstler sollte sich hier eine Scheibe abzuschneiden. Zwischen zu Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt, Lynch meistert die Songs (darunter auch Garth Brooks „Canary’s Song“) mit ihrer fast schon sophisticated zu nennenden Manier. Und sie ist weise genug ihrer Band den nötigen Spielraum zur freien Entfaltung zu lassen. So ist „Whatcha Gonna Do“ einfach etwas ganz einfach Schwieriges: Es ist aus einem Guss.Uwe Golz
(Rounder Records)
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CD des Monats September 2009
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Whatcha Gonna Do - Claire Lynch
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