Kurz & bündig * 25. September 2013


von Uwe Golz

To All The Girls... - Willie Nelson

Willie kann's nicht lassen. Der alte Schwerenöter hat sich für sein neues Album 18 Damen ins Studio geladen, die nun im Duett mit dem alten Rebell alte Lieder anstimmen. Die Auswahl von Songs und Damen ist nicht willkürlich geschehen, dies so sagt Mr. Nelson ist seine persönliche Traumfrauenliste. Damit hat Willie innerhalb von nur 16 Monaten sein drittes Album mit Neu-Einspielungen auf den Markt gebracht, nicht schlecht für einen Herren, der in diesem Jahr 80 wurde.

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Columbia
Emmylou Harris & Rodney Crowell - Old Yellow Moon

Nun also „Duo des Jahres“ und „Album des Jahres“ bei den Americana Awards. Da erübrigt sich jedes weitere Wort.

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Nonesuch
Shovels & Rope - O Be Joyful

Und joyful kann das Ehepaar aus Charleston in South Carolina sein. Ihr Song „Birmingham“ wurde als bester Song des Jahres ausgezeichnet und das Duo verwies die Milk Carton Kids auf die Plätze und wurde auch noch „Emerging Artist of the Year“ bei den Americana Awards.

****1/2

Dualtone
Gone Away Backward - Robbie Fulks

Der Mann war schon Americana, da wussten die meisten noch gar nicht, wie man das schreibt. Schade, dass er bei den A-Awards leer ausging. Sein Tenor rau und erdig, seine Songs, wie seine Stimme. Ein Hauch von Nostalgie und doch nicht altmodisch. Wie sagt er: „Ich kämpfe eher, als das ich mich ändere.“

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Bloodshot Records
Dwight Yoakam - 3 Pears

„Künstler des Jahres“ bei den Americana Awards und daran hatte diese Scheibe ihren Anteil. Dwight Yoakam bildet mit seinem Bakersfield Sound ein - wie ich finde - wichtiges Gegengewicht zum sich verpoppenden Nashville. Drei Birnen und vier Sterne.

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WEA
Various Artists - Sandra Boynton's Frog Trouble

„Sandra Boynton's Frog Trouble“ konnte 12 Countrystars für sich begeistern. Sie gaben der Kindergeschichte, der in den USA sehr erfolgreichen Kinderbuchautorin, Songschreiberin, Karikaturistin und Grammynominee Sandra Boynton den richtigen Ton. Die Werbung spricht von einer Platte für die Altersgruppe 1 Jahr bis „älter als der Schmutz“ und liegt vielleicht etwas daneben.

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WEA
Johnny Cash - Life Unheard

12 Songs finden sich auf dem Album, aber ohne das dazugehörige Buch „Life Unseen“ ist die Platte nur die Hälfte wert. Zusammen mit dem Buch dürfte jeder Cash-Fan glücklich werden. Allerdings sollten echte Fans vorher einen Blick auf das Songlisting werfen, denn die Aufnahmen sind schon in anderen Zusammenstellungen erschienen.

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SBME Special
Another Blue Ribbon - The Bayley-Hazen Boys

Das Metier der Bayley-Hazen Boys ist die Old Time Music und der Bluegrass. Ihr Debüt-Album hat das Trio aus New England mit Songs aus eigener Produktion und Klassikern aus den Federn von Ralph Stanley oder Bill Monroe gefüllt. Da dreht sich dann alles um den Alkoholschmuggel via kanadische Grenze, das harte Leben der Kinder im 19. Jahrhundert oder die Vergnügen, mit denen sich die Farmer einst ein wenig Kurzweil in ihre Leben brachten.

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The Bayley-Hazen Boys
Love Has Wheels - The Bankesters

Auf welchen Rädern sich diese Liebe fortbewegt, verrät die Familienbande aus Illinois nicht. Muss sie auch nicht. Satzgesang ist ihre Stärke und sie dürften die nächsten Abräumer der Szene werden. Ihr - jetzt endlich international veröffentlichtes - Debüt setzt einen vorläufigen Schlusspunkt hinter die Ereignisse des Jahres, die damit begonnen hatten, dass The Bankesters für den International Bluegrass Music Momentum Award als „Gruppe des Jahres“ nominiert wurden. Produziert hat Alison Brown und als Gäste hat sich die Familie u.a. noch Sierra Hull, Josh Williams und Rob Ickes ins Studio geholt.

****1/2

Compass Records





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