"The Crow - New Songs for the 5-String Banjo" 40 Productions
Mit Klamauk tritt Steve Martin als Inspektor Clouseau in die Fußstapfen des legendären Peter Sellers. Keinen Klamauk allerdings bietet der Komödiant auf seiner Debüt-CD „The Crow – New Songs fort he 5-String Banjo“. Martin zeigt sich als Kenner und Meister des Bluegrass und des Banjos. So wie der Mann als Inspektor Clouseau immer wieder durch die ihm eigene Tollpatschigkeit Gegner wie Freunde verblüfft, so verblüfft Martin Nichteingeweihte jetzt mit seiner Fingerfertigkeit auf dem 5-saitigen Banjo. Bluegrass reinsten Wassers ist das Ergebnis, das auf seiner CD „The Crow“ zu hören ist. „The Crow – New Songs fort he 5-String-Banjo“ ist ein wunderbares Bluegrass-Album und mit illustren Gäste wie Dolly Parton, Vince Gill, Tim O’Brien und Legende Earl Scruggs geadelt. Martin hat zwar keinen Oscar daheim, aber einen Grammy für das „Beste Country Instrumental“ konnte er 2002 mit nach Hause nehmen. Dass der Grammy mehr als verdient war, mit diesem Album beweist er es. Und Steve Martin beweist auf „The Crow“, dass er sich weder vor Altmeistern noch Newcomern verstecken muss. Die Songs aus seiner Feder – einige davon hat er bereits in den 60er Jahren geschrieben – sind nicht und wirken auch nicht aufgesetzt. In allem ist zu spüren, dass Martin Bluegrass nicht nur schätzt, er scheint ihn bereist mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Und getreu dem Motto: Gut Ding will Weile haben, ließ sich Martin Zeit mit dieser CD. Vor 45 Jahren hat er die ersten Ideen skizziert, jetzt wurde der Schlusspunkt gesetzt. Welche Rolle das Banjo in Martins Leben spielt, das kann man dann auch noch im 24seitigen Booklet nachlesen. Auf jeden Fall ist ihm mit „The Crow“ ein großer Wurf gelungen, und wenn es wieder einmal für den Oscar nicht reichen sollte, der zweite Grammy könnte an der Ecke warten. ego
Wertung: ****1/2
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Steve Martin liebt sein Banjo
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