Der Outlaw kann es einfach nicht lassen. Willie Nelson, der alte Schwerenöter, hat sich für sein neues Album - dem Titel „To All The Girls…“ folgend - 18 Damen ins Studio geladen. Diese Auswahl geschah natürlich nicht willkürlich. Diese 18 Holden sind, so sagt Mr. Nelson, seine persönlichen Traumfrauen (für Duette). Mit „To All The Girls…“ hat Willie nun innerhalb von nur 16 Monaten sein drittes Album mit Neueinspielungen auf den Markt gebracht - nicht schlecht für einen Herrn, der in diesem Jahr 80 wurde. Daneben hat er übrigens auch noch zusammen mit seinen Söhnen Lukas und MIcah eine Mode-Werbekampagne durchgezogen - und er macht sich nicht schlecht als Gentleman-Rebell. Doch hier zählt nur die Musik und die ist nun nicht aufregend anders als seine anderen Platten. Die 18 Songs sind WIllie pur, was anderes darf man nicht und sollte man auch nicht erwarten. Willie ist schon lange nicht mehr Country, wie sein im Countryheaven weilender Kumpel Johnny C. hat sich auch Nelson längst von allen Zwängen befreit und genießt einfach die Songs, die ihm Spaß machen. Und so croont er sich (zusammen mit Alison Krauss) durch „No Mas Amor“, covert mit Töchterchen Paula die alten CCR mit „Have You Ever Seen The Rain“ und mit Mavis Staples zeigt der Texaner, dass nicht nur Bill Withers „Grandma’s Hands“ vermisst. ego
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Columbia
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Willie Nelson
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