Amos Lee

Bei Amos Lees "Mission Bell" lassen Calexico grüßen und ich gebe zu, für Fans der Traditionalisten im Country ist dieses Album der falsche Kandidat. Aber für alle, die neugierig sind, auch neugierig darauf, wie sich die Musik verändert - sagt es mehr als alle Kritiker zusammen fabulieren können. Amos Lee verquickt die unterschiedlichsten Genres miteinander. Und so ist MISSION BELL eine Tour de Force in Sachen Americana, Folkpop und -soul und hat zudem noch dieses kleine Quäntchen Alternativ mit drin, das dem Ganzen die kleine Note verleiht.
Für sein aktuelles Album hat sich der 32jährige Sänger und Gitarrist noch namhafte Unterstützung ins Studio geholt: Lucinda Williams und Willie „Hans Dampf in allen Gassen“ Nelson sind das kleine Sahnehäubchen. Mit Letzterem geht dann auch so etwas wie der geheime Track des Albums einher.
Es ist das vierte Album des Mannes aus Philadelphia und ein erneuter Beweis für seine Fähigkeit Melodien zu schreiben und Geschichten zu erzählen. Manch einem mag diese Sammlung zu weichgespült sein und ich gebe zu, es war kein leichte Wahl. Aber vielleicht war ich gerade in so einer Stimmung, und wenn die passt, dann passen die Lieder von Lee wie die Faust aufs Auge. Und manchmal nur manchmal allerdings könnte man sich an Howie erinnert fühlen, aber nur dann wenn man den Titel „Hello Again“ hört - allerdings klingt der schon anders ;-)
MISSION BELL ist die Bestandsaufnahme des Hier und Jetzt von Amos Lee. Sicher, sein letztes Album hatte mehr Pfeffer - doch ab und an muss es einfach nicht brennen.

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CD des Monats Februar 2011

 

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